Artikel "Was können wir noch lernen?"

Auf zeit.de (“DIE ZEIT” online) ist ein Artkel erschienen, der sich mit dem Fremdspracherwerb im Erwachsenenalter beschäftigt.

Titel: “Was können wir noch lernen?”

Kinder eignen sich eine Sprache mit Leichtigkeit an. Wie gut aber geht das noch mit 30, 50 oder 70 Jahren? - Erstaunlich gut, sagen Forscher – wenn die Bedingungen stimmen.

Link: http://bit.ly/f74l2J

Ich habe es importiert und jetzt werde ich den Artikel studieren :slight_smile:
Danke

Interessant. Danke! Bisschen ‘unermutigend’ hinsichtlich der Aussprache!

@hape
Danke für den interessanten Artikel!
Ich wage mal die Behauptung ,dass mit der Lernmethode von Lingq. die Erfolgsaussichten für alle Altersstufen höher sein werden!

@jolanda
Wenn ich deinen Avatar sehe, muss ich immer lächeln…

@hape
Das soll auch so sein! :slight_smile:

@hape: Danke für den Artikel. Ich stimme zwar nicht mit allem überein, aber da sind auf jeden Fall interessante Anregungen dabei.

@jolanda: Ich stimme zu. Mit LingQ geht’s besser :slight_smile: Und Dein Avatar mag ich auch.

Danke Hans Peter. Ich habe dieser Artikel gelesen. Sehr interessant und nicht so weit von unser Lernmethoden hier am LingQ.

Noch einige Ergänzungen:

Der erwähnte Chinesisch-Grundkurs bei LSI ( http://bit.ly/fTjiOr ) dauert 19 volle Tage (montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 16:45 Uhr; am ersten und zweiten Samstag von 8:30 Uhr bis 11:00 Uhr) und kostet ca. 1800 Euro. Dazu kommt noch das Zimmer und Verpflegung.

Man lernt… - Zitat:
“Einübung der auf ausgewählte praxisorientierte Alltagssituationen abgestimmten sprachlichen Mittel in Lektionsform. In dem dreiwöchigen Kursus werden rund 800 Vokabeln der Gegenwartssprache Chinas auf der Basis des amtlichen chinesischen Lateinschriftsystems Pinyin vorgestellt. Darüber hinaus wird eine ausführliche Einführung in die Grundlagen der chinesischen Schrift angeboten. Themen: Vorstellung, Tätigkeiten, Hotel, Geldumtausch und Einkauf, Fragen nach dem Weg, Postamt, Feier, Telefonat und Einladung. Dem Lektionsaufbau liegt folgendes Schema zugrunde:
I. Präsentation in Dialog- und Erzählform, II. Satzstrukturen systematisiert, III. & IV. Lektionstext, V. Erläuterung grammatischer Fragen, VI. Glossar, VII. Lösungen.”

Mit LingQ könnte man - bei gleichem Zeitaufwand - für einen Bruchteil der Kosten - wahrscheinlich mindestens das Gleiche, wenn nicht sogar mehr erreichen. Das Problem ist es wahrscheinlich, sich sehr diszipliniert für 3 Wochen “Fulltime” auf die Sprache einzulassen und bereits vorab sich Zusatzmaterialien zu Grammatik, Pinyin, Wörterbuchverwendung, Zeichenaufbau, Schreiben usw. zu beschaffen und zusätzlich zu LingQ zu verwenden.

Die Resultaten solcher 3 Wochen Kurs können ganz unterschiedlich sein.Einiger Leute werden etwas lernen, aber andere Leute werden nur Frustration erleben. 1800 Euro ist sehr viel in diesem letzte Beispiel.

Ich glaube dass das Ziel im Sprachen Lernen ist eventuell zu kommunizieren. 3 Wochen ist ein sehr kurze Zeit um etwas zu erreichen. Bedeutsam ist nur was wird nach 6 Monat oder ein Jahr, oder nach ganz langer Zeit erreicht. LingQ ist ein System wo Mann kann fast ewig lernen und sich verbessern.

Ich habe zwar selbst noch keinen Kurs am LSI belegt, habe aber in Taipei ein paar deutsche Studenten getroffen, die diesen Kurs vor ihrer Reise nach Taiwan absolviert hatten. Angeblich hatten sie zuvor keinerlei Kenntnisse in der chinesischen Sprache. Ich muss sagen, dass ich kaum für möglich gehalten hätte, wieviel sie in dieser Zeit gelernt hatten. Sie schienen einen wirklich guten Grundstock an Kenntnissen erworben zu haben und das innerhalb sehr kurzer Zeit. Da sie gleich im Anschluss an den Kurs nach Taiwan gefahren sind, um dort ein Jahr zu studieren, hatten sie wahrscheinlich auch kein Problem, ihr Wissen rasch zu festigen bzw. auszubauen (ich war nur zwei Monate in Taipei und kann daher nichts über die Langzeitkenntnisse dieser Studenten sagen).
In der Vergangenheit habe ich relativ oft Sprachkurse im Ausland belegt und ich mache das auch heute noch, wenngleich aus zum Teil anderen Überlegungen. Für mich ist ein Aufenthalt im Ausland in erster Linie ein Motivationsschub dafür, mich weiterhin mit der Sprache zu beschäftigen. Ein strukturierter Sprachkurs nach klassischem Vorbild bot sich zu Studentenzeiten für mich an (weil es dafür Stipendien gab), wirklichen Einfluss darauf, wie gut oder weniger gut ich eine Sprache spreche, hatten diese Kurse meiner Meinung jedoch nie. Viel wichtiger, auch im Hinblick auf die praktische Anwendung der Sprache, waren da die Gespräche mit meinen Gastfamilien und anderen Leuten, die ich vor Ort kennengelernt habe.
Heute buche ich Sprachkurse im Ausland in erster Linie als eine Art Rahmenprogramm und Sicherheitsnetz, sollte es wirklich einmal vorkommen, dass ich vor Ort kaum Anschluss an Leute finde (was zum Glück bis dato nicht der Fall war). Außerdem gibt es für mich auch noch einen steuerlichen Aspekt, weil Sprachreisen auf Grund meiner beruflichen Stellung für mich steuerlich absetzbar sind.Große Erwartungen in sprachlicher Hinsicht habe ich an diese Kurse jedoch nicht, vor allem nicht in Ländern, in denen der Unterrichtsstil noch sehr stark durch Frontalunterricht geprägt ist (meistens nehme ich aber ohnehin Einzelstunden).
Ich hatte mir selbst überlegt, beim LSI einen Koreanisch-Kurs zu belegen, bevor ich nach Korea fahre, ganz einfach deshalb, weil ich deren Grundkonzept (der Unterricht erfolgt immer gemeinsam mit Muttersprachlern und deutschen Lehrkräften, wobei letztere gewisse sprachliche Konzepte oft besser erklären können, weil sie die Probleme von Lernenden mit deutscher Muttersprache leichter nachvollziehen können) an sich gut finde. Der Preis erschien mir dann aber doch zu hoch. Außerdem fehlte mir bisher die Zeit, mich dem Koreanischen zu widmen.
Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich selbstständiges Lernen einfach angenehmer finde, obwohl ich mir durchaus vorstellen könnte, ab und zu einen Intensivkurs zur Auffrischung zu belegen, um in kompakter Form Dinge zu wiederholen bzw. zu festigen, die ich in meinem eigenen, weniger strukturierten (das trifft zumindest auf mich zu) Lernansatz manchmal vielleicht vernachlässige.